Die Künstlerin Katharina Grosse (*1961) macht derzeit Furore mit ihrer raumgreifenden, expansiven Malerei in der Historischen Halle und dem Außenbereich des Hamburger Bahnhofs, Museum für Gegenwartskunst, Berlin. Die Ausstellung „Katharina Grosse. It wasn’t us“ ist dort noch bis zum Januar 2021 zu sehen. Als „offenes, flüssiges Denken“ bezeichnet Katharina Grosse ihre Malerei, genaugenommen malt sie nicht, sie sprayt. In unserer Ausstellung „Sprayed“ zeigen wir druckgrafische Arbeiten dieser Ausnahmekünstlerin aus den Serien Cockeypane (2011) und Fo´Faux Rocks (2007). 


Daneben Werke des Liverpooler Künstlers ASHWAN (*1971), der seine Arbeit als visuelles Tao des Boom-Bap-Sounds beschreibt. Für seine Werke nutzt er oft weggeworfene Kartonagen und verwandelt sie in Mixed-Media-Kunstwerke, die Sprühlack, oxidiertem Kupfer sowie einem rostenden Belag bearbeitet sind und in einem letzten Schritt mit Kunstharz überzogen werden. Seine Werke bewegen sich fließend zwischen Zwei- und Dreidimensionalität und beschwören Bilder einer multikulturellen und oft zerfallenen Urbanität herauf, so zum Beispiel der zerstörten Berliner Mauer oder den unberührt gebliebenen besprayten Teilen der Bronx aus den 1970er Jahren. 


Der Regensburger Künstler Nico Sawatzki (*1984) kommt wie Ashwan ebenfalls aus der Street Art und arbeitet auch heute fast ausschließlich mit Srpühlack. Sein vielschichtiger Aufbau bei gleichzeitiger Dekonstruktion von Farbschichten lässt diffizile, imaginäre Raumkonstruktionen entstehen, die durch Verdichtung und Auflösung auf verschiedenen Bildebenen eine enorme Tiefenwirkung erzeugen. Er zeigt unter anderem eine raumgreifenden Arbeit, die eigens für die Ausstellung entstanden ist. 


Die Ausstellung möchte die Diversität der drei Künstler, von denen jeder in einem anderen Jahrzehnt geboren ist, zeigen. Einzig das Medium mit dem sie ihre Arbeiten kreieren schafft eine Verbindung: Sprühlack. 


The artist Katharina Grosse (* 1961) is currently causing a sensation with her expansive paintings in the historical hall and the outside area of the Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwartskunst, Berlin. The exhibition “Katharina Grosse. It wasn't us ” can still be seen there until January 2021. Katharina Grosse describes her painting as "open, fluid thinking". Strictly speaking, she does not paint, she sprays. In our exhibition “Sprayed” we show prints by this exceptional artist from the Cockeypane (2011) and Fo´Faux Rocks (2007) series.


In addition, works by Liverpool artist ASHWAN (* 1971), who describes his work as a visual Tao of the boom-bap sound. For his works, he often uses discarded cardboard boxes and transforms them into mixed media works of art that are spray-painted, worked with oxidized copper and rusted and processed in a final step with synthetic resin. His works move fluently between two and three dimensions and conjure up images of a multicultural and often decayed urbanity, such as the destroyed Berlin Wall or the untouched sprayed parts of the Bronx from the 1970s.


Like ASHWAN, the Regensburg artist Nico Sawatzki (* 1984) also comes from street art and still works almost exclusively with spray paint. His multi-layered structures with simultaneous deconstruction of layers of color creates difficult, imaginary spatial constructions that create an enormous depth effect through compression and dissolution on different image levels. Among other, he shows a large-scale work that was created especially for the exhibition.


The exhibition aims to show the diversity of the three artists, each of whom was born in a different decade. Just the medium with which they create their work creates a connection: spray paint.